Sepiolith

Formel:   

Mg4Si6O15(OH)2·6H2O                                                                                                      (9.EE.25; Sepiolith-Gruppe).

Ausbildung:

orthorhombisches Kristallsystem; weiß, grauweiß, gelblichweiß, bläulichgrün; meist erdige, massige, knollige Aggregate, selten auch feinfaserige Aggregate oder auch nadelförmige, freistehende Kristalle. Auch als Schichten in sedimäntären Gesteinen zu finden. Sepiolith fühlt sich seifig bis fettig an. Die Aggregate erscheinen oft sehr porös als Meerschaum.

Entdeckung:   

1788 - Abraham Gottlob Werner; dieser bezeichnete das Mineral als Meerschaum mit Bezug auf die oft seifige, poröse Ausbildung. Die Herkunft der Bezeichnung Meerschaum scheint aber umstritten. 1847 - Ernst Friedrich Glocker; von diesem wurde das Mineral mit dem heutige Namen Sepiolith benannt, der sich vom Rückenknochen des Tintenfisches (griech. `sepion`) (= Sepienstein) ableitet, der in seiner äußerlichen Beschaffenheit dem Meerschaum ähnelt.

Typlokalität: 

Italien, Region Piemont (Piemonte), Provinz Turin (Torino), Gemeinde Baldissero Canavese, Bettolino, Monti Pelati Naturschutzgebiet.

Seltenheit:    

wenig verbreitet                                                                                            (mineralienatlas: 161 / mindat: 320 Lokalitäten; 2026).

 

 

Sepiolith als Meerschaum

Hrubsice (Hrubschitz) bei Krumlov (Kromau),

Jihomoravsky kraj (Südmährische Region), Tschechien

 Stück: 6,2 x 5 cm

 

 

 

Sepiolith auf Matrix

Mt. Selsurt, Lovozero-Massiv, Kola-Halbinsel, Oblast Murmansk, Russland

 Stück: 6,0 x 6,0 cm

 

 



nadelig-strahlige Sepiolith xx

Detail der links abgebildten Stufe

Bildbreite: 4 mm

 

 

                                                                                                        

Quellen: Sammlung und Fotos Matthias Kahl; allg. Mineralbeschreibung nach Mineralienatlas.de, Mindat.org, Handbook of Mineralogy, DeWikipedia und/oder Lapis-Mineralienmagazin

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